Aufführungsorte

© Martin Vandory

Schloss Ambras: Spanischer Saal, Nikolauskapelle

Der um 1570 errichtete Spanische Saal zählt zu den bedeutendsten freistehenden Saalbauten der Renaissance. Die malerische Gestaltung des 43 Meter langen und von einer Holzkassettendecke abgeschlossenen Saales ist bestimmt von ganzfigurigen Portraits der Tiroler Landesfürsten. Seit 1963 finden in dem Saal Konzerte mit Alter Musik statt. Die Nikolauskapelle entstand in ihrer ursprünglichen Form im 14. Jahrhundert, das heutige Erscheinungsbild des kleinen, in das Schloss Ambras integrierten Kirchenraumes geht auf das 19. Jahrhundert zurück.

Schloss Straße 20 (Fußweg vom Innsbrucker Ortsteil Amras; bei Konzerten Shuttle-Busse)

© Klaus Rudolph

Tiroler Landestheater

Das Tiroler Landestheater steht auf dem Platz des einstigen Landesfürstlichen Comedihauses, das nach Plänen des Architekten Christoph Gumpp 1653/54 errichtet und mit einer Aufführung von Cestis Oper „Cleopatra“ eröffnet wurde. Bis 1662 wurde es regelmäßig als Opernhaus benützt. 1765, nach einer Renovierung, fanden drei Festaufführungen von Hasses Oper „Romolo ed Ersilia“ statt. 1844 wurde das Theater wegen Baufälligkeit geschlossen. Der Neubau wies von Anfang an Baumängel auf und wurde nach etwas mehr als einem Jahrhundert 1961 geschlossen und umgehend erneuert, umgebaut und erweitert. 1967 fand die Wiedereröffnung des Tiroler Landestheaters statt. Seit 1980 werden im Rahmen der Innsbrucker Festwochen Opern im Tiroler Landestheater geboten.

Rennweg 2, gegenüber der Hofburg

© Martin Vantory

Hofburg: Riesensaal

Kaiserin Maria Theresia gab Mitte des 18. Jahrhunderts den Auftrag, den geschichtsträchtigen Sitz der Tiroler Landesfürsten, die Hofburg, im Stile des höfischen Wiener Rokoko umzubauen, in dem sich der prunkvolle Bau noch heute präsentiert. Der Riesensaal hat seinen Namen nach einer älteren Ausmalung mit einem Herkules-Zyklus, der aber zu Maria Theresias Zeit durch die Monumentalporträts der „Familiengalerie“ der Kaiserin ersetzt wurde. Am Deckenfresko von Franz Anton Maulbertsch wird die Verbindung der beiden Fürstenhäuser Habsburg und Lothringen verherrlicht. Seit den Anfängen der Innsbrucker Festwochen finden Konzerte im Riesensaal statt.

Rennweg 1

© Martin Vandory

Hofkirche

Die Hofkirche wurde 1553 bis 1563 im Auftrag von Ferdinand I. zur Aufnahme des Grabmals Kaiser Maximilian I. von Andrea Crivelli und unter der Bauleitung des Hofbaumeisters Niclas Türing d. J. erbaut. Der heutige Hochaltar in der dreischiffigen Hallenkirche entstand 1755 nach Entwürfen des Wiener Hofarchitekten Nikolaus Pacassi. Der Kenotaph des Kaisers wird von 28 überlebensgroßen Bronzestandbildern, im Volksmund „Schwarzmander“ genannt, eingesäumt. An der künstlerischen Gestaltung des Grabmals waren unter anderem Albrecht Dürer, Veit Stoß und Jörg Kölderer beteiligt. Die Orgel im Presbyterium wurde 1558 bis 1561 von dem Ravensburger Orgelbauer Jörg Ebert errichtet und ist mit 15 Registern auf zwei Manualen und angehängtem Pedal die größte Renaissanceorgel Österreichs.

Universitätsstraße 2, Ecke Rennweg (Eingang durch das Tiroler Volkskunstmuseum)

© Philip Brunnader

Theologische Fakultät: Innenhof

Der Arkadenhof der Theologischen Fakultät liegt im ältesten, 1562 erbauten, vierflügeligen Westteil des Gebäudetrakts der Alten Universität (des ehemaligen Jesuitenkollegs). Das dreigeschossige Gebäude wurde Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Platz der Jesuitenkirche verlängert. Die später erfolgte, einheitliche Fassadengestaltung ist ein Werk des Innsbrucker Architekten Johann Martin Gumpp des Älteren. Zum Innenhof gelangt man durch den Eingang an der nordseitigen, die Universitätsstraße beherrschenden Barockfassade.

Universitätsstraße 4

© Stift Wilten

Stiftskirche Wilten

Das Stift Wilten und die Stiftskirche befinden sich auf dem Gelände der einstigen römischen Siedlung und des Kastells Veldidena. Um 565 wurde erstmals eine Laurentiuskirche erwähnt. In der mittelalterlichen Klosteranlage kam es auf Wunsch des Brixner Bischofs 1128 zur Ablöse eines Konvents von Weltpriestern durch Prämonstratenser. In der Blütezeit des Stifts im 17. und 18. Jahrhundert erfolgte auch der Umbau in die noch heute bestehende, prächtige frühbarocke Form inklusive der Stiftskirche, die nach Plänen von Christoph Gumpp errichtet und um einen hochbarocken Vorbau von Georg Anton Gumpp ergänzt wurde. Die einschiffige Wandpfeilerkirche nach süddeutschem Typus führt unter ornamentenreichen Stukkaturen und Fresken zum beeindruckenden Hochaltar mit bühnenartig wirkendem Aufbau.

Klostergasse 7, Endstation Straßenbahnlinie 1

© Martin Vandory

Jesuitenkirche

Die Jesuitenkiche wurde 1627 bis 1633 nach dem Vorbild des von dem Italiener Santino Solari geplanten Salzburger Barockdoms errichtet. Die Fassade der Kirche entwarf der Innsbrucker Hofbaumeister Christoph Gumpp. 1773 wurde die Kirche zur
Universitätskirche erklärt. Die 1959 eingebaute „Schützenglocke“ von Grassmayr ist die größte frei schwingende Glocke Österreichs.

Karl-Rahner-Platz 2

© Martin Vandory

Tiroler Landeskonservatorium: Konzertsaal

Das Landeskonservatorium ist im Gebäude des ehemaligen, 1812 gegründeten Musikvereins untergebracht und bietet heute ca. 500 Studierenden Ausbildungsmöglichkeit von Instrumental und Gesangsstudium bis zu Lehrgängen für Musikpädagogik und Jazz. Mittelpunkt des Gebäudes ist der Konzertsaal, ehemals Musikvereinssaal genannt.

Paul-Hofhaymer-Gasse 6, seitlich vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Stams: Stiftskirche

Das Zisterzienserkloster wurde 1273 von Mönchen der Zisterze Kaisheim in Bayern bezogen. Der heutige Klosterbau mit seinen markanten Zwiebeltürmen entstand zwischen1650 und 1750, nachdem ein Großfeuer 1593 die alte Anlage zerstört hatte. Die Stiftskirche Maria Himmelfahrt und Heiliger Johannes der Täufer ist ein langer Saal auf romanischer Grundlage und enthält reiche Stukkaturen und Fresken der Barock- und Rokoko.

Stift Stams, 6422 Stams, Stiftshof 1

Vorprogramm 2015

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