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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik | Auslastung

97 Prozent Auslastung und weltweites Echo

Mit großem Jubel für die Opernproduktion von Domenico Scarlattis „Narciso“ endeten am Sonntag die 38. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Das Motto „1685“ und der Schwerpunkt auf der Musik von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti lösten ein enorm starkes Publikumsinteresse aus. Die Opern und die Konzerte der Innsbrucker Festwochen sowie der Ambraser Schlosskonzerte verzeichneten heuer eine Gesamtauslastung von 97 Prozent. Viele Veranstaltungen waren restlos ausverkauft. Das Publikum erlebte „durchgängig Veranstaltungen mit einem äußerst hohen künstlerischen Niveau“, freut sich der Geschäftsführer der Innsbrucker Festwochen, Markus Korselt. 10.661 musikbegeisterte Menschen besuchten diesmal die Opernaufführungen und Konzerte der Festwochen. Dazu kamen 12.330 BesucherInnen der frei zugänglichen Veranstaltungen wie dem Schlossfest Ambras, das heuer sein 20-jähriges Jubiläum feierte, und der Lunchkonzerte im Hofgarten.

79 Journalisten aus zwölf Ländern, von Südkorea über Russland bis Frankreich und England, besuchten heuer als Berichterstatter die Innsbrucker Festwochen. Stark war auch das Interesse für den 5. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti. Aus den mehr als 200 Anmeldungen wählte die Jury 98 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 31 Nationen aus, die um den Einzug in das Finale sangen. Der Sieg ging an den britischen Tenor Rupert Charlesworth. Das Finalkonzert wurde weltweit als Stream übertragen und von 4.000 Zuschauern verfolgt.

Die 39. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik beginnen 2015 mit dem ersten Ambraser Schlosskonzert am 14. Juli und enden am 27. August. Der Kartenverkauf für die Saison 2015 beginnt Ende November.

Rupert Charlesworth/ © Martin Vandory

Britischer Tenor gewinnt Cesti-Wettbewerb 2014

Rupert Charlesworth räumt insgesamt vier Preise ab

Zum ersten Mal gewann ein männlicher Teilnehmer den Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Der 27jährige britische Tenor Rupert Charlesworth erhielt dabei am Donnerstag, den 21. August, im Finalkonzert nicht nur von der Jury den mit 4000 Euro dotierten ersten Preis zuerkannt, sondern sang sich auch in die Herzen aller Zuhörer im Saal des Tiroler Landeskonservatoriums und gewann den Publikumspreis (1000 Euro). Außerdem wurde der Brite, der mit einer Arie des Renaud aus Lullys Oper „Armide“ und mit einer Arie des Damon aus Händels Masque „Acis and Galathea“ überzeugte, mit zwei Sonderpreisen (Engagements am Theater an der Wien und beim Festival „Resonanzen“ im Wiener Konzerthaus) ausgezeichnet.
Die Plätze zwei und drei gingen an zwei 27jährige Sopranistinnen. Der zweite Preis (3000 Euro) wurde Giulia Semenzato aus Italien verliehen, die eine Arie der Phénice aus „Armide“ und eine Arie der Aristea aus Pergolesis Oper „L’Olimpiade“ sang. Den dritten Preis (2000 Euro) erhielt Daniela Skorka aus Israel für eine Arie der Armide aus Lullys Oper und eine Arie der Angelica aus Händels Oper „Orlando“.
Diesmal stand erstmals eine französische Barockoper im Mittelpunkt des Wettbewerbs-Repertoires. Lullys „Armide“ wird dann kommendes Jahr bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik als BAROCKOPER:JUNG mit Preisträgern und Teilnehmern des diesjährigen Wettbewerbs aufgeführt. Das Centre de Musique Baroque de Versailles stiftete heuer den „Young Artists Award“ (1500 Euro), mit dem die 23jährige italienische Sopranistin Miriam Albano ausgezeichnet wurde.
Insgesamt stellten sich beim größten Barockopern-Wettbewerb der Welt an vier Wettbewerbstagen 98 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 31 Nationen der internationalen Jury unter Vorsitz von Sebastian Schwarz vom Theater an der Wien. Der Jury gehörten außerdem der Intendant der Händelfestspiele Halle, Clemens Birnbaum, der Leiter der Ö-1-Opernredaktion, Michael Blees, der Künstlerische Leiter des Centre de Musique Baroque de Versailles, Benoît Dratwicki, der Künstlerische Leiter des Teatro La Fenice in Venedig, Fortunato Ortombina, der Artist Manager Eitan Sorek und der Künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen, Alessandro De Marchi, an.

Vorprogramm 2015

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